Gebäude 2018-03-24

Rekordbestellung von schusssicherem Glas

Mit einem Auftragsvolumen über 1.8 Mio. EUR hat Hammerglass AB seinen in der Unternehmensgeschichte bisher größten Auftrag für durchschusshemmende und explosionssichere Fenster und Türen erhalten. Der Auftrag wurde im Geschäftsbereich Gebäude abgeschlossen und unterstreicht Hammerglass Marktführerschaft im Bereich Sicherheitsglas.

„Es ist den strengen Vertraulichkeitsanforderungen geschuldet, warum wir hier keine Kundennamen oder Objektangaben machen können, aber ich kann versichern, dass die Einbauarbeiten in den Quartalen 3 und 4 stattfinden und es sich um die Aufrüstung eines Gebäudes in Schweden handelt“, sagt Hammerglass Geschäftsbereichsleiter Torbjörn Timmermans.

„Dank der besonderen Eigenschaften von Hammerglass, die Scheiben sind wesentlich dünner und leichter als herkömmliche durchschusshemmende Scheiben, bieten wir schon lange durchschusshemmende Lösungen an. In Anbetracht der Tatsache, dass wir außerdem durchschusshemmendes Isolierglas herstellen können, spielen ein geringeres Gewicht und eine geringere Scheibendicke eine besonders wichtige Rolle. Außer komplette Fenster- und Türensysteme zu liefern, können wir gleichzeitig auch sämtliche Einbaumaßnahmen und so ein schlüsselfertiges Produkt anbieten. In Absprache mit dem Kunden erstellen wir ein Gefahrenbild, nehmen eine gründliche Risikobeurteilung für das Objekt vor (Security Assessment) und präsentieren aus den Ergebnissen eine entsprechende Lösung.“

„Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass es ausreicht, eine Schutzfolie von Innen auf die Scheiben aufzubringen, um sich so gegen Terrorangriffe schützen zu können. Leider zeigen sowohl Erfahrungen als auch Tests, dass selbst klassifizierte Folien nicht besonders gut helfen. In 9 von 10 Fällen fehlt zudem die Möglichkeit, die Folie korrekt am Fensterrahmen zu verankern, was dazu führen kann, dass das gesamte Scheibenpaket bei einem kräftigen Angriff in den Raum hineingedrückt wird. Wir leben in einer Welt mit einem ständig steigenden Risiko für Terroranschläge, und immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig es ist, den richtigen Schutz gegen eventuelle Angriffe zu haben.“

Bengt Nilsson, Geschäftsführer bei Hammerglass AB in Schweden, hat erkannt, dass es jetzt zunehmender Investitionen in sowohl Produktionsausrüstung als auch Personal bedarf, um die gestiegene Nachfrage erfüllen zu können.
„Von 2016 bis 2017 ist unser Umsatz um 80% gestiegen, und schon Ende Februar 2018 haben wir unser Jahresumsatzziel erreicht“, sagt Bengt Nilsson.„Das ist natürlich sehr erfreulich, aber wir haben auch viele Jahre benötigt, um den Grundstein für diese Marktnähe und Produktions- und Vertriebssteigerung zu legen. Ungefähr 40% des Umsatzes erzielen wir beim Export, und auch wenn wir in Schweden gut wachsen, sehen wir, dass das Wachstumspotenzial für unsere Produkte hauptsächlich im Ausland liegt. Außer dem Geschäftsbereich Gebäude haben wir noch die Geschäftsbereiche Infrastruktur und Automotive. Auch diese Geschäftsbereiche zeigen positive Bilanzen, weshalb im Laufe des Jahres auch weiteres Personal eingestellt werden wird“, erklärt Bengt Nilsson abschließend.


Hammerglass 2017-12-05

Hammerglass schützt sogar Polizeireviere

Beim Neubau von Polizeirevieren, Schulen, Geschäften usw. können Hammerglass-Scheiben von Fenster- und Türenherstellern in fertigen Rahmenkonstruktionen geliefert werden. Wenn es um die zusätzliche Sicherung eines vorhandenen Gebäudes geht, werden die Scheiben vor oder hinter den vorhandenen Fenstern montiert, wie ein unsichtbares Gitter. Bisher werden schon ungefähr 20 Polizeireviere in Südschweden durch die Lösungen des Unternehmens geschützt, genauso wie tausende weitere Gebäude, wovon die ersten schon seit 1994 mit Hammerglass geschützt werden.

  • 300-mal stärker als Glas
  • Fertige Lösungen für Gebäude und Fahrzeuge
  • Schützt gegen Bombenattentate, Schüsse, Vandalismus und Einbrüche

Schützt gegen Explosionen und Schüsse

Viele gefährdete Räumlichkeiten wurden früher durch eine Sicherheitsfolie geschützt, die auf die Innenseite der Scheibe geklebt wurde. Eine derartige Schutzfolie schützt zwar gegen Steinwurf, aber nur in sehr begrenztem Umfang gegen Explosionen (maximal Klasse ERP1). Die Bedrohungslage heutzutage sieht aber anders aus. Eine Autobombe mit mehreren hundert Kilogramm Sprengstoff bringt Scheiben in einem Umkreis von mehreren Straßenzügen zum bersten. Hammerglass-Scheiben wurden mit Sprengladungen getestet, die 100 kg TNT entsprechen und die in einer Entfernung von 14 Metern zum detonieren gebracht wurden. Der Schwachpunkt ist in diesem Fall die Befestigung des Rahmens am Gebäude. Mithilfe von Rahmenankern und Festigkeitsberechnungen lässt sich jedoch eine Lösung für die meisten Fassadenarten finden. Der eigentliche Schutz wird durch eine 12 mm dicke Hammerglass-Scheibe erreicht, die ein spezifisches Gewicht von nur 14,4 kg/m² aufweist.

Eine normale Hammerglass-Scheibe schützt gegen Schüsse einfacher Handfeuerwaffen. Bei ernsteren Bedrohungslagen können splitterfreie Hammerglass-Verbundglasscheiben eingesetzt werden, die sogar gegen Schnellfeuerwaffen schützen (Schutzklasse BR6-NS).

Einsatzfahrzeuge müssen besonders geschützt sein

Seit ungefähr 5 Jahren sind Hunderte von Einsatzfahrzeugen in ganz Skandinavien mit Hammerglass-Scheiben ausgestattet. Durch eine einzigartige Zusammenarbeit mit dem Verteidigungskonzern Hutchinson kann eine Nachrüstung von Fahrzeugen angeboten werden...

  • ... sodass diese kein Feuer fangen und in denen die Temperatur in der Fahrgastzelle nicht nennenswert ansteigt, wenn Brandbomben geworfen werden
  • ... bei denen die Scheiben bruchsicher sind
  • ... bei denen der Tank nicht zerschossen werden kann
  • ... die mit zerschossenen Reifen noch 100 km fahren können

Solche Fahrzeuge werden sowohl als Einsatzfahrzeuge aber auch als besonders geschützte Fahrzeuge für Personen wie Politiker, Unternehmensleiter, Botschafter usw. eingesetzt. Es ist sogar möglich die gesamte Schutzausrüstung oder Teile davon an ganz normalen Fahrzeugen nachzurüsten.


Durch Hammerglass unzerbrechlichen Verglasungslösungen im Stationsbereich wird das Risiko von kostenintensiven Zugausfällen wegen Reparaturen an zerbrochenen Scheiben minimiert.
Durch Hammerglass unzerbrechlichen Verglasungslösungen im Stationsbereich wird das Risiko von kostenintensiven Zugausfällen wegen Reparaturen an zerbrochenen Scheiben minimiert.
Hammerglass 2016-10-14

Bombensichere Scheiben öffnen das Fenster für neue Märkte

Explosionen, Vandalismus und raue Wüstenstürme. Bruchsichere Scheiben widerstehen den meisten Einflüssen und die globale Nachfrage für die Produkte des auf der schwedischen Halbinsel Bjäre ansässigen Unternehmens ist im Takt mit den ständig steigenden Bedrohungen auf der Welt gestiegen.

Die Wahrscheinlichkeit, solchen großen Gefahren ausgesetzt zu werden, ist im schwedischen Schonen relativ gering. Aber außerhalb der Landesgrenzen ist der Markt erheblich größer. Nicht zuletzt in Teilen der Welt, wo Krieg und Terror herrschen.
„Wir erleben eine große Nachfrage nach unseren Leichtgewichtslösungen für durchschusshemmende Scheiben, die wir an Kunden in der ganzen Welt verkaufen, aber auch die Nachfrage nach unseren sprengwirkungshemmenden Lösungen steigt kontinuierlich“, sagt Bengt Nilsson, Gf von Hammerglass in Förslöv, wo 30 Mitarbeiter tätig sind. Unser Unternehmen hat u. a. Fensterscheiben für ein Gebäude auf einer amerikanischen Flugwaffenbasis in Kuwait geliefert. Des Weiteren haben wir Scheiben in mehreren Gebäuden im Regierungsviertel von Oslo installiert, die im Zuge des Terrorattentats von Anders Behring Breivik im Jahre 2011 zerstört wurden. Wir liefern aber auch eine Reihe von Produkten an den Mittleren Osten. Traurig ist nur, dass niemand bereit ist, in Sicherheit zu investieren, bevor etwas Schlimmes passiert ist.“

Was unterscheidet Ihre widerstandsfähigen Scheiben von den Produkten der Konkurrenz?
„Unsere Lösungen sind leichter. Z. B. bei der Installation von Scheiben in Türen zu Botschaften oder Juwelieren ist es wichtig, das Gewicht so niedrig wie möglich zu halten, damit die Türbänder nicht zu stark belastet werden. Und genauso verhält es sich auch bei gepanzerten Fahrzeugen, wo die Scheiben so leicht wie möglich sein sollen“, sagt Bengt Nilsson.

Es geht hier nicht hauptsächlich um normale Dreifachverglasungen in Villen. Glasscheiben von Hammerglass AB aus Förslöv sind 300-mal stabiler als normales Glas, und sie widerstehen in Extremfällen Druckbelastungen von Explosionen mit einer 100 kg äquivalenten TNT-Sprengkraft. Außer aus Unruheherden verzeichnen wir ein steigendes Interesse bei Bestellern, die in ruhigeren Gefilden ansässig sind. Hierunter von der Kirkby Bus Station aus dem englischen Liverpool, deren Bushallen wiederholt schon von Vandalismusattacken betroffen waren. Als das Reisezentrum umgebaut werden sollte, entschied man sich schlagfeste Scheiben von Hammerglass. Aber auch in Schweden haben wir schon Projekte für ähnliche Reisezentren durchgeführt.
„Die Verkaufszahlen in Schweden, Norwegen und Dänemark sind stark ansteigend. Hier u. a. für Projekte in psychiatrischen Einrichtungen, Gefängnissen und Schulen. Aber auch in den USA und Kanada ist man zunehmend auf uns aufmerksam geworden.“

Hammerglass-Scheiben in über 300 Ambulanzen aus Nilsson Special Vehicles
Hammerglass-Scheiben in über 300 Ambulanzen aus Nilsson Special Vehicles

Für das letzte Jahr wies das Unternehmen ein Ergebnis von fast 200.000 € nach Steuern aus, und das nach einem Verlust von 300.000 € im Jahr 2014. Der Nettoumsatz stieg um fast 1.3 Mio. €.
„Der Verlust aus 2014 resultierte daraus, dass wir ein neues Geschäftsmodell, ein neues Warenwirtschaftssystem angeschafft und die ISO-Zertifizierung umgesetzt haben. Dies waren ressourcenintensive Anstrengungen, die ihre Spuren hinterlassen haben“, erklärt Bengt Nilsson.

Jetzt hat Hammerglass eine Plattform geschaffen, die nach Unternehmensauffassung nötig war, um expandieren zu können.
„Alle Signale deuten darauf hin, dass wir vor einem ziemlich starken Umsatzwachstum stehen. Das aktuell gestiegene Sicherheitsbewusstsein trägt dazu bei, dass wir eine ganz andere Situation als früher erleben werden, und eine Verdopplung des Umsatzes scheint absolut nicht unwahrscheinlich zu sein“, meint Bengt Nilsson.

Die größten Zuwachspotenziale liegen wahrscheinlich im Bereich Automotive, wozu u. a. Scheiben für Bagger, Radlader und sonstige Baumaschinen zählen. Bagger sind häufig in anspruchsvollen Umgebungen im Einsatz und es ist nicht ungewöhnlich, dass lose Teile das Führerhaus treffen.
„Keiner der Bagger, die jedes Jahr weltweit verkauft werden, ist mit Scheiben ausgestattet, die nennenswerten Steinschlägen widerstehen. Im Oktober letzten Jahres gab es einen tödlichen Unfall in Kristianstad und im März dieses Jahres verunglückte ein weiterer Maschinenführer in Norwegen. Schon viel zu lange nimmt die Branche diese Art von Risiken auf die leichte Schulter. Dies wird sich aber durch eine entsprechende neue Gesetzgebung zur Sicherheit bald verändern.“