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Der Einbau von Schutzglas ist reines Handwerk, da jeder Rahmen gesondert hergestellt wird
Der Einbau von Schutzglas ist reines Handwerk, da jeder Rahmen gesondert hergestellt wird
Automotive 2017-10-17

Das Leben des Maschinenführers steht im Vordergrund

Arbeitsplatzreportage: 10.000 Euro sind viel Geld. Doch wenn es um Leben und Tod geht, scheint dieser Betrag jedoch eher gering. Die Tatsache, dass die heutigen hoch technologischen und internetbasierten Baumaschinen nicht mit sicheren Führerhäusern ausgestattet sind, ist nicht wirklich zu verstehen.

Bengt Nilsson, Geschäftsführer und Teilhaber von Hammerglass AB, gelingt es, gelassen zu bleiben, wenn er über das Produkt des Unternehmens berichtet, das die Maschinenführer des Landes schützen kann. Eigentlich ist es unbegreiflich, dass er dabei ruhig bleiben kann. Wie kann es nur angehen, dass nicht alle Maschinenhersteller schon lange sichere Führerhäuser als Standard für ihre Maschinen einsetzen? Bengt Nilsson ist in dieser Angelegenheit zwar Vertreter in eigener Sache, aber er sagt Folgendes:
– Ja, also… wenn ich einen Sohn hätte, der in dieser Branche arbeiten würde, würde ich ihn niemals an einem Arbeitsplatz mit einer Maschine arbeiten lassen, in der er ungeschützt ist. Die Risiken sind ja nicht nur in Steinbrüchen und bei Sprengarbeiten so groß. Recycling, Schrotthandling, Abbrucharbeiten, Steingewinnung… ja, an vielen der ganz normalen Arbeitsplätze von Maschinenführern gibt es große Risiken, dass irgendetwas gegen das Führerhaus fliegt oder prallt, sagt Bengt Nilsson.

Bengt Nilsson, Geschäftsführer und Teilhaber von Hammerglass, ist eigentlich der Meinung, dass Schutzglas Standard in Baumaschinen sein sollte.
Bengt Nilsson, Geschäftsführer und Teilhaber von Hammerglass, ist eigentlich der Meinung, dass Schutzglas Standard in Baumaschinen sein sollte.

SICHERHEIT

In den Vorschriften des Schwedischen Zentralamts für Arbeitsumwelt (AFS2010:1) für den Bergbau gibt es eindeutige Aussagen darüber, dass bruchfeste Scheiben die sicherste Alternative für Führerhäuser sind, um die Anforderungen der Vorschriften zu erfüllen. Gitter schützen z. B. nicht ausreichend, wenn nicht detonierte Sprengmittel unerwartet explodieren. Schon allein die Druckwelle kann die Scheibe hinter dem Gitter in das Führerhaus treiben. Steine können zwischen die Gitter fallen.
Frontscheiben von Hammerglass haben folgende Tests durchlaufen:

  • Druckwellenprüfung bei Detonation (DIN/EN 13123-2 und DIN/EN 13124-2): Dabei werden 3 kg TNT 3 Meter vor der Scheibe zur Detonation gebracht. Damit die Scheibe bei der Detonation nicht in das Führerhaus hineingedrückt wird, ist die Frontscheibe in einen Stahlrahmen eingebaut.
  • Ein 1 kg schweres Aluminiumprojektil wurde mit einer Geschwindigkeit von 450 km/h auf die Scheibe geschossen.
  • Scharfer Gegenstand (DIN/EN 356 P8B): Prüfung der Durchbruchhemmung, wobei die Scheibe 72 Schlägen einer maschinell geführten Axt widerstehen muss, ohne zu zerbersten.

Es bedarf keiner allzu langen Zeit, bis man einsieht, dass Bengt Nilsson durchaus recht hat. Die Maschinenführer auf der Welt sitzen quasi auf sehr gefährlichen Arbeitsplätzen, nur durch das Material geschützt, dass man bezeichnen kann als: „zerbrechlich wie Glas“. In den Führerhäusern von Baumaschinen findet man standardmäßig häufig eine Rückfahrkamera, eine Klimaanlage, eine Audioanlage… ja, sogar ein Getränkehalter wird für wichtiger angesehen.
Allerdings ist nicht alles so düster. Ein Maschinenhersteller hat vor kurzem beschlossen, drei seiner Modelle ab Werk mit unzerbrechlichen Scheiben von Hammerglass auszurüsten. Und mehrere weitere Maschinenlieferanten haben schon ein gestiegenes Interesse gezeigt. Dies könnte zu dem bekannten Ketchup-Flaschen-Effekt führen. Denn welcher Maschinenhersteller möchte am Ende die Konkurrenz von sich behaupten lassen, dass man der einzige Hersteller ist, der seine Maschinen als Standard mit sicheren Führerhäuser ausrüstet.

„Das, worüber wir hier sprechen, ist eine „nano­beschichtete“ Polycarbonatscheibe, die 300-mal stabiler ist als herkömmliches Glas.

– Ich denke auch, dass jetzt, nachdem die Maschinenhersteller inzwischen derart hohe Summen investiert haben, um die Euro-4-Stufe für ihre Motoren zu erreichen, könnte ein neu erwachtes Interesse entstehen, um in die Sicherheit des Arbeitsplatzes zu investieren. Ein sicherer Arbeitsplatz ist für Maschinenführer ja eigentlich eine Sache, die nicht herunterpriorisiert werden darf. Die Kunden fragen danach. Skanska fordert es z. B. ab sofort, und weitere werden folgen, sagt Bengt Nilsson.

Die Kollegen bei Hammerglass Automotive bauen hier Schutzglas in Rahmen für Maschinen von Hitachi ein
Die Kollegen bei Hammerglass Automotive bauen hier Schutzglas in Rahmen für Maschinen von Hitachi ein

Hammerglass AB, mit Sitz in dem Ort Förslöv in der südschwedischen Provinz Schonen, tauchte vor ungefähr 10 Jahren auf dem Radar auf. Die Entwicklung begann allerdings schon 1993, als Hammerglass noch „Metallfasader“ hieß und mit der Versicherungsgesellschaft der Stadt Göteborg „Göta Lejon“ zusammenarbeitete, um die Kosten der Glasschäden zu minimieren. Damals ging es häufig um geborstene Scheiben in den Schulen. Das Unternehmen entwickelte sich sehr erfolgreich und die Erkenntnisse aus dieser Zeit setzten sowohl neue Energien und Ideen frei, die wiederum zu neuen Produkten und Lösungen führten.
– Meinen ersten Kontakt mit dem Unternehmen hatte ich 2005 auf der Elmia-Messe. Ich besuchte die Messe, um Kunden des Werbebüros zu treffen, in dem ich damals arbeitete. Nach ein paar Diskussionen vereinbarten wir ein weiteres Treffen, da ich sehr angetan war und viele Möglichkeiten sah.

Der Rest ist Geschichte. Das Eine führte zum Anderen. Bengt Nilsson verkaufte letztendlich seine Anteile im Werbebüro und kaufte sich als Teilhaber in das Unternehmen ein, das zu Hammerglass werden sollte. Als es an der Zeit war, einen externen Geschäftsführer einzustellen, entschieden sich die Eigner, dass Bengt Nilsson hierfür die am besten geeignete Person war. Bis 2009 wurden nur Produkte für Immobilien hergestellt, auf die sich Hammerglass konzentriert hatte. Aber schon im selben Jahr wurde der Geschäftsbereich „Fahrzeuge“ eröffnet. Oder „Automotive“, wie er jetzt heißt. Die Arbeit, Lösungen für Baumaschinen zu entwickeln, ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Zudem ist der Prozess unnötig teuer, meint Hammerglass, die im Laufe der Jahre mindestens 1,5 Mio. Euro in die Entwicklungsarbeit investiert haben, um sich den Markt für Baumaschinen zu eröffnen.
– Das, was es besonders schwer macht, ist, dass keiner der Maschinenhersteller die Konstruktionszeichnungen der Maschinen zur Verfügung stellt. Dies bedeutet, dass wir jedes Mal die Form und Konstruktion des Führerhauses des aktuellen Maschinentyps in 3D scannen müssen, bevor wir ein CAD-Modell erstellen können, das wir benötigen, um den Rahmen bauen zu können, in dem die Scheibe letztendlich sitzen soll. Es gibt enorm viele unterschiedliche Maschinenmodelle auf dem Markt, erklärt Bengt Nilsson und wirkt zum ersten Mal ein wenig deprimiert. Zwischendurch war es schon ziemlich zermürbend. Diese Situation führt dazu, dass es bis zu 6 Monate dauern kann, um zum ersten Mal eine Lösung für ein bestimmtes Maschinenmodell zu entwickeln. Deshalb sollten die Hersteller vielleicht schon ab Werk unzerbrechliche Scheiben in bestimmte Modelle einbauen. Oder am besten in alle Modelle.

Wie gut sind denn diese Scheiben, die an die Baumaschinen angepasst werden?
Da dies ein jungfräulicher Boden für die Maschinenhersteller war (ganz im Gegensatz zu z. B. den Helikopterherstellern), hat Hammerglass zusammen mit dem schwedischen Zentralamt für Arbeitsumwelt und der Schwedischen Bergbaumaschinenindustrie eine Norm erarbeitet – eine sogenannte RABS-Klassifizierung. Die ganze Sache ist recht technisch, aber einfach ausgedrückt muss die Scheibe einer Detonation von 200 kg Dynamit in 14 m Abstand widerstehen, chemikalienresistent sein und dem Aufprall von aus ca. 5 m Höhe herabfallenden Steinbrocken mit einem Gewicht von bis zu 227 kg unbeschadet überstehen. Dass heißt, durchaus Situationen, in denen sich ein Maschinenführer wiederfinden kann. Für Maschinenführer, die in sehr lauten Umgebungen arbeiten, wird der Geräuschpegel im Führerhaus mit dem Einbau der höchsten Schutzklasse außerdem um 25% reduziert.

Gibt es irgendwelche Nachteile?
–Einige Kritiker befürchten, dass die Sicht schlechter wird, dass die Scheibe Kratzer von den Scheibenwischern bekommt, wenn man in staubiger Umgebung arbeitet und, dass der zusätzliche Stahlrahmen nicht besonders ästhetisch wirkt. Es könnte ein wenig wie ein Panzer aussehen, meinen einige“, sagt Bengt Nilsson.

Und ja. Die Scheibe kann durchaus Kratzer bekommen. Dafür hat Hammerglass aber sogenannte „Schutzscheiben“ entwickelt, die nach einer gewissen Zeit ausgewechselt werden und die nur ca. 250 Euro kosten. Deshalb ist dieses Argument eher an den Haaren herbeigezogen, wenn es darum geht, sich entweder für ein sicheres Führerhaus oder das Risiko eines ernsthaften Personenschadens zu entscheiden.
– Es herrscht immer noch ein wenig Texas-Mentalität in der Branche. Man muss irgendwie noch etwas aushalten und darf keine Angst zeigen. Kleine Risiken übergeht man mit „na ja, das wird schon gehen“. Aber diese Sicht der Dinge ist meines Erachtens völlig veraltet.

„Ein Arbeitgeber kann seine Angestellten ja nicht einfach allen möglichen Risiken aussetzen.“

Dies gilt auf jeden Fall auch nicht für den Unternehmensbereich Schakt & Transport von Skanska. Dort fordert man jetzt vollständigen Schutz für Arbeiten, bei denen die Maschinenführer mit nicht detonierten Sprengmitteln in Berührung kommen können. Diese Anforderungen werden auch an Subunternehmer gestellt, die für derartige Aufgaben  beauftragt werden.
– Ein Arbeitgeber kann seine Angestellten ja nicht einfach allen möglichen Risiken aussetzen. Es muss ein vollständiger Schutz vorhanden sein, sodass wir die Anforderungen erfüllen können, die für derartige Aufgaben gestellt werden, sagt Anders Cederwald, Bezirksleiter und Geschäftsführer bei Schakt & Transport.

Schwedens größter Hersteller von Baumaschinen, Swecon, spürt, dass das Interesse immer stärker wird. Immer mehr Kunden möchten Schutzglas haben.
– Ich kann mich ja nur über das äußern, was wir hier in Eskilstuna machen, aber wir decken ja auf jeden Fall den Bereich des Mälarseetals ab. Fakt ist aber, dass wir immer mehr von solchen Scheiben einsetzen. Dies beruht nun allerdings auch darauf, dass dies für Arbeiten in bestimmten Arbeitsumgebungen gefordert wird. Aber auch diejenigen, die bei der Steingewinnung dem Risiko von Steinschlag ausgesetzt sind, möchten gerne diesen Schutz haben, sagt Ove Eriksson, Leiter der Abteilung Maschinenausstattung bei Swecon in Eskilstuna.

Die Firma Pon Equipment, die in Schweden Caterpillar vertreibt, spürt auch gerade jetzt einen markanten Anstieg bei der Nachfrage.
– Das Interesse ist seit dem letzten Sommer stark gestiegen, erklärt Kristian Johansson, Produktverantwortlicher bei Pon. Wir haben jetzt auch angefangen, uns damit näher zu beschäftigen. Wir haben einen Lieferanten, der für uns die Rahmen herstellen soll. Bei Baggern von 20 bis 90 Tonnen ist dies jetzt gerade aktuell, genauso wie bei Radladern von 12 bis 55 Tonnen. Es ist ja der Kunde, der bestimmt, und wir liefern, was der Kunde wünscht.

Auch Pon hat den positiven Nebeneffekt des Schutzglases erkannt.
– Es liegt klar auf der Hand, dass die Sicherheit im Vordergrund steht, aber wir sehen auch, dass der Geräuschpegel mit dieser Lösung erheblich reduziert werden kann, und dies ist für diejenigen interessant, die in Arbeitsumgebungen arbeiten, die speziellen Lärmschutz erfordern, sagt Kristian Johansson.

Wenn wir auf Messen ausstellen und uns die Maschinenführer über die Zustände berichten, denen sie ausgesetzt sind, wird uns manchmal Angst und Bange.

Im Moment dominiert Hammerglass diesen Markt in Schweden, aber es liegt klar auf der Hand, dass sich bei wachsendem Trend und zunehmender Globalisierung hier Konkurrenz entstehen wird. Die Vision von Hammerglass ist, sich global zu etablieren. Und gerne in der Nähe von Baumaschinenherstellern. Eine sichere Arbeitsumgebung ist ein wachsender Trend, und wahrscheinlich auch notwendig, wenn man in Zukunft Maschinenführer rekrutieren möchte. Maschinen wird es immer geben, und wenn ungefähr 80 Prozent der Baumaschinendienstleister der Meinung sind, dass der größte Hinderungsgrund für eine Expansion, die Rekrutierung von Maschinenführern sein wird, liegt der Wert eines Maschinenführers klar auf der Hand. Die wichtigste Ressource des Unternehmens sind nicht die Maschinen, es sind die Maschinenführer.
– Das Interesse ist gestiegen. Aber wenn wir auf Messen ausstellen und die Maschinenführer uns dort über die Zustände berichten, denen sie ausgesetzt sind, wird uns manchmal Angst und Bange. Die Risiken, denen ein Maschinenführer während seiner täglichen Arbeit ausgesetzt wird, würden in einer Industrieproduktion niemals akzeptiert werden Es gibt zwar inzwischen gesetzliche Regelungen für zusätzliche Schutzmaßnahmen bei Risiken durch nicht detonierte Sprengstoffe und große Steinbrocken, meiner Meinung nach sollte aber in allen Baumaschinen Schutzglas verwendet werden, sagt Bengt Nilsson.

Text: Micael Appelgren
Foto: Martin Olson
Veröffentlicht in der Zeitschrift „Maskinentreprenören“ vom 17.10.2017


2019-10-22

Hammerglass expandiert in Deutschland

Hammerglass Automotive setzt seine Reise durch den europäischen Bausektor fort, und die nächste Station auf dem Weg zu sichereren Fahrerkabinen und einer besser funktionierenden Wirtschaft ist Deutschland.

Der schwedische Glashersteller Hammerglass setzt seine Expansion fort und hat sich im Frühherbst mit einer eigenen Niederlassung in Deutschland etabliert. Hammerglass Automotive, Marktführer im Bereich Sicherheitsglas für Baumaschinen, ist bereits mit eignen Niederlassungen in Schweden, Norwegen und Dänemark präsent, und auf dem Expansionsplan stehen weitere Länder in Europa und in dem Rest der Welt.

Hammerglass eröffnet Niederlassung in Nürnberg

Verantwortlich für die Geschäftsentwicklung in Deutschland ist Oliver Afsah, der Anfang September seinen Posten bei Thyssenkrupp aufgab, um in das Nürnberger Büro der Hammerglass GmbH zu wechseln. Bereits jetzt ist Hammerglass als Produkt in Deutschland etabliert, aber noch ohne eigene, lokale, Vertriebsorganisation. Glassysteme von Hammerglass sind zwar für die meisten Marken und Modelle bereits verfügbar, doch das Angebot hat noch Lücken.

„Hammerglass verfolgt das Ziel, bald für die wichtigsten Modelle aller Baumaschinenhersteller verfügbar zu sein – sei es als Option wenn der Kunde eine neue Maschine kauft, oder im Nachrüstgeschäft, wenn eine Scheibe gebrochen ist oder eine Maschine für härtere Einsätze nachgerüstet werden soll“, sagt Oliver Afsah über die Investitionen in Deutschland.

Er übernimmt in Zukunft die Verantwortung für den Vertrieb in Deutschland und befindet sich derzeit in einer intensiven Produktschulungs- und Marketing-Planungsphase. Er will viel Energie in den Aufbau der Geschäftsbeziehungen zu den Hammerglass-Partnern stecken; dass er deutsch spricht, wird zudem die Kommunikation erleichtern.
„Es ist ein großer Vorteil, dass ich geographisch beim Kunden vor Ort bin und auch seine Muttersprache spreche“, sagt Oliver AfsahWelches sind die größten Herausforderungen für Hammerglass Automotive in Deutschland?
„Dem Markt klarzumachen, dass es zu Hammerglass eigentlich keine Alternativen gibt“, antwortet er mit einem Lächeln.

Die Sicherheitsbestimmungen für Baumaschinen werden schärfer

In ganz Europa bewegt sich einiges an der Fahrersicherheitsfront. In diesem Frühjahr führte die norwegische Straßenverkehrsbehörde strenge neue Regeln für den Schutzstandard ein, der für Baumaschinen auf den Baustellen der Behörde gilt. Es wird erwartet, dass weitere Länder in dieser folgen, da die Risiken am Arbeitsplatz der Maschinisten im Mittelpunkt stehen. Der in Norwegen und Schweden gültige Schutzstatus wird als Schutzklasse 3 - RABS bezeichnet und besteht aus einer Zusammenstellung verschiedener europäischer anerkannter Tests und Normen. Also nichts wirklich Neues, nur eine Neukombination der Anforderungen. Hammerglass gehört zu den wenigen Unternehmen, die diese strengen Anforderungen erfüllen und die höhere Standards in der Branche begrüßen.

Bengt Nilsson, CEO von Hammerglass AB kommentiert die RABS-Anforderungen:
„Es ist gut für die Branche, wenn es klare Anforderungen und Normen gibt, die regeln, was angemessener Schutz ist. Dadurch wird es für die Unternehmen leichter, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen.“

Lebensretter und Sparschwein

Zusätzlich zur Sicherheitsklasse 3 – RABS, die dem einzelnen Maschinenführer Sicherheit gewährt, bieten Schutzlösungen von Hammerglass den Eigentümern von Baumaschinen auch finanzielle Vorteile. Hammerglass in der Kabine reduziert Ausfallzeiten oder vermeidet sie ganz, weil seltener Scheiben ersetzt werden müssen. Auch Maschinen, die nicht in einem hochriskanten Umfeld arbeiten, profitieren vom Hammerglass-System, insbesondere von einer zusätzlichen Opfer-Scheibe. Wenn diese Scheibe abgenutzt oder durch umherfliegenden Splitt beschädigt ist, kann sie leicht ausgetauscht werden, ohne dass umfangreiche Fensterreparaturen an der Kabine vorgenommen werden müssen. Dadurch ergeben sich Einsparungen in mehrfacher Höhe der Kosten für den Austausch einer herkömmlichen Windschutzscheibe.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Oliver Afsah, Area Sales Manager Automotive, Hammerglass GmbH, Deutschland (DACH)
Mobile: +49 162-74 68 222
E-mail: oliver.afsah@hammerglass.de

Florian Lauterbach, Sales Director Automotive, Hammerglass AB
Mobile: +46 706-30 65 50
E-mail: florian.lauterbach@hammerglass.se

Bengt Nilsson, CEO, Hammerglass AB
Mobile: +46 733-54 00 29
E-mail: bengt.nilsson@hammerglass.se

ÜBER Hammerglass AB

Das Unternehmen wurde 2006 mit Hauptaugenmerk auf die Immobilienbranche bzw. das Gebäudemanagement gegründet. Es ist das einzige Unternehmen, das unzerbrechliches Isolierglas mit voller Isolierglasgarantie für Schulen, Ladengeschäfte, Industriegewerbe u. m. anbietet. Heute gibt es drei Abteilungen bei Hammerglass. Der Bereich Infrastruktur entwickelt eigene unzerbrechliche Lösungen im Bereich Lärmschutzzäune, Bushaltestellen, Bahnhöfe/Haltestellen, Brücken und Tunnels. Der Bereich Automotive konzentriert sich auf Baumaschinen und Einsatzfahrzeuge. Das Unternehmen generiert einen jährlichen Umsatz von ca. 80 Mio. SEK und beschäftigt 35 Mitarbeiter. Ca. 30 % des Umsatzes stammen aus Exportgeschäften, wobei die nordischen Länder, Deutschland und USA/Kanada die umsatzstärksten Exportländer sind. Eigentümer des Unternehmens sind Geschäftsführer Bengt Nilsson, LMK Industri AB, NEA Partners AB und Roy Hansson.


Gebäude 2018-03-24

Rekordbestellung von schusssicherem Glas

Mit einem Auftragsvolumen über 1.8 Mio. EUR hat Hammerglass AB seinen in der Unternehmensgeschichte bisher größten Auftrag für durchschusshemmende und explosionssichere Fenster und Türen erhalten. Der Auftrag wurde im Geschäftsbereich Gebäude abgeschlossen und unterstreicht Hammerglass Marktführerschaft im Bereich Sicherheitsglas.

„Es ist den strengen Vertraulichkeitsanforderungen geschuldet, warum wir hier keine Kundennamen oder Objektangaben machen können, aber ich kann versichern, dass die Einbauarbeiten in den Quartalen 3 und 4 stattfinden und es sich um die Aufrüstung eines Gebäudes in Schweden handelt“, sagt Hammerglass Geschäftsbereichsleiter Torbjörn Timmermans.

„Dank der besonderen Eigenschaften von Hammerglass, die Scheiben sind wesentlich dünner und leichter als herkömmliche durchschusshemmende Scheiben, bieten wir schon lange durchschusshemmende Lösungen an. In Anbetracht der Tatsache, dass wir außerdem durchschusshemmendes Isolierglas herstellen können, spielen ein geringeres Gewicht und eine geringere Scheibendicke eine besonders wichtige Rolle. Außer komplette Fenster- und Türensysteme zu liefern, können wir gleichzeitig auch sämtliche Einbaumaßnahmen und so ein schlüsselfertiges Produkt anbieten. In Absprache mit dem Kunden erstellen wir ein Gefahrenbild, nehmen eine gründliche Risikobeurteilung für das Objekt vor (Security Assessment) und präsentieren aus den Ergebnissen eine entsprechende Lösung.“

„Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass es ausreicht, eine Schutzfolie von Innen auf die Scheiben aufzubringen, um sich so gegen Terrorangriffe schützen zu können. Leider zeigen sowohl Erfahrungen als auch Tests, dass selbst klassifizierte Folien nicht besonders gut helfen. In 9 von 10 Fällen fehlt zudem die Möglichkeit, die Folie korrekt am Fensterrahmen zu verankern, was dazu führen kann, dass das gesamte Scheibenpaket bei einem kräftigen Angriff in den Raum hineingedrückt wird. Wir leben in einer Welt mit einem ständig steigenden Risiko für Terroranschläge, und immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig es ist, den richtigen Schutz gegen eventuelle Angriffe zu haben.“

Bengt Nilsson, Geschäftsführer bei Hammerglass AB in Schweden, hat erkannt, dass es jetzt zunehmender Investitionen in sowohl Produktionsausrüstung als auch Personal bedarf, um die gestiegene Nachfrage erfüllen zu können.
„Von 2016 bis 2017 ist unser Umsatz um 80% gestiegen, und schon Ende Februar 2018 haben wir unser Jahresumsatzziel erreicht“, sagt Bengt Nilsson.„Das ist natürlich sehr erfreulich, aber wir haben auch viele Jahre benötigt, um den Grundstein für diese Marktnähe und Produktions- und Vertriebssteigerung zu legen. Ungefähr 40% des Umsatzes erzielen wir beim Export, und auch wenn wir in Schweden gut wachsen, sehen wir, dass das Wachstumspotenzial für unsere Produkte hauptsächlich im Ausland liegt. Außer dem Geschäftsbereich Gebäude haben wir noch die Geschäftsbereiche Infrastruktur und Automotive. Auch diese Geschäftsbereiche zeigen positive Bilanzen, weshalb im Laufe des Jahres auch weiteres Personal eingestellt werden wird“, erklärt Bengt Nilsson abschließend.